Frühlingsbeginn am Neumühler See am         4. März 2020

Eindrücke

Die Wanderung zum meteorologischen Frühjahrsbeginn führte in die Nähe der Landeshauptstadt Schwerin. Ein für viele unbekannter See erschloss sich den Wanderern. Mit einer Seefläche von 171,5 ha, einer Tiefe (Maximum) von 17,1 m und einer Uferlänge von 14.032 ist er einer von 2 Trinkwasser-Lieferanten für die Landeshauptstadt.

Die unmittelbare Umgebung des Neumühler See ist im Wesentlichen bewaldet. Der südliche und mittlere Teil des Sees ist durch schmale Waldsäume, an die landseitig Ackerflächen, Brachen und das Industriegebiet Sacktannen anschließen, geprägt. Eine Bungalowsiedlung befindet sich im Nordosten und die Ortslage Hof Wandrum im Nordwesten des Sees. Im Norden schließt sich der Friedrichstaler Forst mit seinen Bruch-, Misch- und Nadelwäldern an. In den 50er-Jahren waren die Steilhänge des Sees unbewaldet und wurden als Grünfläche genutzt. Später wurden sie aufgeforstet.

 

Der See befindet sich im Landschaftschutzgebiet Schweriner Seenlandschaft. Er wurde als mesotropher See u.a. wegen des Vorkommens des Fischotters als FFH - Gebiet ausgewiesen. Eine Besonderheit des Neumühler Sees liegt darin, dass die Ufervegetation des gesamten Sees zu den gesetzlich geschützten Biotopen zählt.

 

 

 

 

Mit der Errichtung eines neuen Wehres am Südufer des Neumühler Sees im Jahre 1990 wurden stabile Wasserstandsverhältnisse hergestellt, die etwa auf dem hohen Wasserspiegel-Niveau der Jahre 1943 und 1970 liegen.
Die heutige Wasserversorgung erfolgt über das Wasserwerk Neumühle, das jedoch ausschließlich Grundwasser fördert.

 

 

Fazit: Die Umrundung des Neumühler See ist zu jeder Jahreszeit eine Top-Wanderung. Allerdings ist der in die Brüche gegangene sogenannte Knüppeldamm am Nordende seit dem Jahr 2019 unpassierbar. Mithin muss man den Umweg über die Nordflanke des Areals auf dem die B 104 begleitenden Fahrradweg nehmen.

Bleibt die Hoffnung, dass das Problem in der Kommunalpolitik nicht nur diskutiert sondern auch gelöst wird.